Katalog Bücher: Bad Orb

 Ackermann

Jürgen Ackermann: Orb im Königreich Bayern  1814 bis 1866.
                                  Eine Studie zu den sozial- und wirtschaftsgeschichtlichen
                                  Zusammenhängen.

1814 kam Orb mit dem ehemals mainzischen Fürstentum Aschaffenburg und dem Großherzogtum Würzburg an die Krone des Königreichs Bayern und verblieb bei ihr bis zum Ende des Deutschen Krieges im Jahre 1866 zwischen Österreich und 16 süddeutschen Staaten gegen Preußen. Das halbe Jahrhundert der bayerischen Zeit bescherte Orb ein turbulentes Auf und Ab. Die Stadt wurde Kreisstadt, als Sitz des damals „Landgericht“ genannten Bezirks der untersten staatlichen Verwaltungsebene. Einige Gebäude im damaligen Baustil zeugen noch davon. In diese Zeit fiel aber auch der Niedergang des Haupterwerbs der Orber, der Saline, und die daraus folgende Verarmung der Bevölkerung, die in diesen Jahrzehnten sprunghaft anstieg. Der Mord an einem Staatsbedienten in Orb schreckte die Regierungen in Würzburg und in München auf. König Ludwig I. verfügte eine Sammlung im gesamten Königreich, um der Stadt aufzuhelfen. Zahlreiche wohltätige Einrichtungen entstanden. Die infrastrukturellen Maßnahmen verbesserten jedoch nur punktuell die erbärmliche Lage. Die Einführung einer neuen Industrie gelang nicht. 1848/1849 kam es zum bewaffneten Aufruhr in der kleinen Spessartstadt. Die bayerischen Soldaten wurden vertrieben, kamen aber mit Kanonen wieder zurück. „Orber Revolution“ nennt man in Orb noch heute die Ereignisse. Schließlich fällt in die bayerische Zeit 1837 die Gründung der ersten Solebadeanstalt durch den Apotheker Franz Leopold Koch – wegweisend für die Zeit nach dem endgültigen Aus für die Salzgewinnung in den 80er Jahren des Jahrhunderts. 1866, nach dem sog. Deutschen Bruderkrieg, trennte das siegreiche Preußen den vormals Kurmainzer Bezirk von Bayern ab und verleibte ihn seiner neuen Provinz Hessen-Nassau ein.
>1. Auflage 2016. 132 Seiten, 33 farbige und zahlr. sw Abbildungen,
Hardcover (ISBN13: 978-3-927176-37-9)  Euro 24,80

 Buchtitel Ackermann

Jürgen Ackermann: Stadt und Amt Orb unter Kurmainz 1064-1814. Eine wirtschafts-, gesellschafts- und verwaltungsgeschichtliche Studie.
1064 kam "Orbaha" durch die Schenkung König Heinrichs IV. an das Erzstift Mainz. Die in der Urkunde erwähnten "salinarum fontibus", die Salzquellen, stellten den wertvollsten Teil der Schenkung dar. 750 Jahre lang zog Kurmainz daraus Gewinn, sei es aus den hohen Leistungen der Einwohner, aus Verpachtungen oder dem Eigenbetrieb des Salzwerkes. Noch größeren Gewinn zog das Erzstift, wenn es als Landesherrschaft Geld lieh und dafür den Orber Besitz verpfändete. Stadt und Amt Orb dienten sodann als Sicherheit für die Kreditgeber, die Bewohner als Zinszahler.
Eine umfassende Darstellung der siebeneinhalb Jahrhunderte über die Mainzer Enklave zwischen Höchst bis Kassel im Westen und Alsberg bis in den Jossgrund im Osten.
>1. Auflage 2014. 290 Seiten, 6 farbige und zahlr. sw Abbildungen,
Hardcover (ISBN13: 978-3-927176-36-2)    Euro 29,80

 Buchtitel Von Quellen, ...

 

 

 

 

 

Jürgen Blumenthal: Von Quellen, Pfründnern, Doktoren und Barmherzigen Schwestern. Ein medizinisch-historischer Streifzug durch die Entwicklung des Hospitals und der Kurstadt Bad Orb.
Die Medizingeschichte von Bad Orb ist vielschichtig und liefert überraschende Einblicke in gesundheitliche und soziale Gegebenheiten früherer Jahrhunderte und auch der Neuzeit, die sich bis in unser heutiges Leben hinein auswirken. In der mittelalterlichen Stadt spielte das Hospital in der medizinischen Versorgung eine wesentliche Rolle. Die Tätigkeit der Pflegeorden war von christlicher Nächstenliebe bestimmt, handwerkliche Wundärzte und Bader versorgten den größten Teil der Bevölkerung medizinisch. Der bayerische König Ludwig I. schuf mit einer von ihm gegründeten Stiftung ein Hospital, das neben vielen Aufgaben im Ansatz schon einem Krankenhaus im heutigen Verständnis entsprach. Orb hatte die Funktion einer Kreisstadt mit einem am königlich bayerischen Landgericht tätigen Physikus. Dieser Amtsarzt versorgte auch, neben einem Wundchirurgen, die Bevölkerung des Bezirks. Der seit 1807 hier tätige Apotheker Franz Leopold Koch setzte 1837 die Sole erstmals zur Behandlung verschiedener Krankheiten ein. Aus einer Produktionsstätte für Salz entstand ein Badekurort mit zahlreichen Hotels und Sanatorien, so auch die 1884 gegründete Kinderheilanstalt. In den beiden Weltkriegen wurden diese Einrichtungen als Reservelazarette genutzt. Bad Orb leistete auch wichtige Beiträge zur medizinisch-balneologischen Forschung. Nach 1950 gab es hier eine balneologische Forschungsstelle, eingebunden in wissenschaftliche Untersuchungen der Universität Marburg.
>1. Auflage 2013. ges. 332 Seiten, davon 12 Bildtafelseiten,
Paperback (ISBN13: 978-3-927176-33-1) Euro 14,80
Reihe Sammlung zu Bad Orb's Geschichte und Kultur, Band 7 

 Buchtitel Die Lebenserinnerungen des Franz Leopold Koch

 

 

 

Es sind in meinem Leben so ungewöhnliche Ereignisse mir begegnet ... Die Lebenserinnerungen Franz Leopold Kochs.
2012 sind es 230 Jahre her, dass Franz Leopold Koch das Licht der Welt erblickte und er vor 175 Jahren in Orb das erste Solbadehaus eröffnete. Pünktlich zum runden Geburtstag und zum Jubiläum des Heilbades kommt der verehrte Begründer von "Bad" Orb sozusagen selbst zu Wort.
Seine Lebenserinnerungen, bisher nur in ausgewählten Zitaten bekannt, liegen jetzt als Buch vor.
Der Gründer des Heilbades schildert nicht nur seine Kindheit, Apothekerlaufbahn und Familie sondern auch die Zustände in Orb während der sog. Franzosenzeit. Nach den Orbensien-Veröffentlichungen über Gregor Kraus und des Physikatsberichtes von 1858 (siehe Bände 1 und 3 der Reihe "Sammlung...") haben wir hier einen dritten Bericht aus erster Hand aus dem Orb des 19. Jahrhunderts.
Ergänzt wird der Bericht durch einen farbigen Tafelanhang mit Abbildungen von Lebensstationen Franz Leopold Kochs, mit Spuren von ihm und Stätten der Erinnerung an ihn in Bad Orb - und durch einen Faksimile-Abdruck mit Transkription seines 1809 erworbenen Apotheken-Privilegs.
> 1. Auflage 2011, ges. 106 Seiten mit 22 Farbtafelseiten, Paperback,
(ISBN13: 978-3-927176-29-6)    Euro 12,00
Reihe Sammlung zu Bad Orb's Geschichte und Kultur, Band 6

 Titelseite des Bildstockbüchleins

 vergriffen

Christa und Edmund Acker:  Bad Orber Bildstock-Büchlein - Hausmadonnen, Bildnischen, Fassadenbilder, Feldkreuze, Bildstöcke und Kapellen im Bad Orber Stadtgebiet und in der Gemarkung Bad Orb sowie, wenn mit Orber Bezug, in der Nachbarschaft und im Spessart.
Dieses Buch will hinführen zu den Hausmadonnen, den Wegkreuzen und Bildstöcken und all den anderen Zeugnissen früherer und heutiger Volksfrömmigkeit in Bad Orb und in der Orber Gemarkung. Es will, soweit bekannt, die Geschichte ihrer Stiftung und Schaffung gesammelt darstellen, aber auch die Geschichten hinter der Geschichte erzählen. Aufgenommen sind auch Bildstöcke und Kreuze außerhalb der Gemeindegemarkung, wenn diese an alten Orber Wallfahrtswegen stehen oder wenn sie Bezug zu Orb haben, wie z.B. die weit entfernte Sälzersäule Marienbrunn bei Marktheidenfeld.
> 1. Auflage 2010, 102 Seiten, praktische WireO-Bindung, zahlreiche farbige und sw Abbildungen, 2 Kartenübersichten,
(ehem. ISBN13: 978-3-927176-28-7)    
vergriffen
Reihe Sammlung zu Bad Orb's Geschichte und Kultur, Band 5

Titel Mühl: Niederreißung der Stadtmauern/Orb erbittet Hilfe 

 

 

 

 

 

Werner Mühl:  Die Niederreißung von Stadtmauern und Türmen zu Orb / Orb erbittet Hilfe vom preußischen König.
Ein hinterhältiger Mordanschlag am 31. Januar 1835 mitten in Orb auf dem Marktplatz, bei dem der Landgerichtsaktuar Michael Rösch erschossen wurde, schreckte die Regierungen in Würzburg und in München bis hin zum König auf. Die bayerische Obrigkeit beschäftigte sich nun mit den sozialen Zuständen im nordwestlichsten Zipfel ihres Landes. Was wiederum nicht nur die allseits bekannte Kollekte in den Kirchen im bayerischen Königreich mit anschließendem Bau des Hospitals und der Ludwigssiedlung nach sich zog, sondern auch die hier beschriebene Teil-Schleifung der Stadtmauer.
Schon bald nach der Teilung des Landgerichts Orb und dem Anschluss an Preußen schrieben die Orber Stadtväter einen Brief an den neuen Landesherrn, den preußischen König Wilhelm I. Hierin beklagen sie sich über den bisherigen Niedergang der Saline, hoffend auf Hilfe für den nun preußischen Staatsbetrieb. Interessant sind auch die Schilderungen zu den Eisenbahnplanungen. Dass auch die Orber Saline, wie übrigens alle Salinen mit Salzgewinnung aus schwachprozentiger natürlicher Brunnensole, technologisch überholt war und den Salzbedarf für die entstehende chemische Industrie nicht decken konnte, war damals noch nicht bewusst. Preußen trennte sich sehr bald vom Sorgenkind Saline und übergab sie der Stadt.

> 1. Auflage 2010, 44 Seiten, geheftet, mit 9 Abbbildungen.
(ISBN13: 978-3-927176-25-6)    Euro 4,80
Reihe Sammlung zu Bad Orb's Geschichte und Kultur, Band 4

 Buchtitel Jüdisches Leben

 vergriffen

Helga Koch / Jochen Löber:  Jüdisches Leben in Bad Orb - Auf Spurensuche.
Das Buch, das ein bisher wenig bearbeitetes Thema der Bad Orber Geschichte aufzeigt, wurde in mehrjähriger Arbeit von Pfr. Jochen Löber und Helga Koch mit vielfältiger Unterstützung erstellt und sollte noch im Jubiläumsjahr "950 Jahre Bad Orb" erscheinen. Es enthält Beiträge zur einst lebendigen jüdischen Gemeinde in Bad Orb, zurückgehend bis etwa 1850, sowie die Familiengeschichten der jüdischen Orber und ihrer Nachkommen. Dabei wurde auch versucht, die von Leid und Tod geprägten Schicksale nach der bis 1938 erfolgten Flucht der Juden aus der Badestadt zu klären und festzuhalten.
> 1. Auflage 2009, XII und 189 200 Seiten, Hardcover, mit zahlr. sw Fotos und Abbbildungen.
(ehem. ISBN13: 978-3-927176-26-3)    vergriffen

Klaus Reder (Hrsg.):  Es ist nicht die glücklichste Zone der Erdoberfläche ... Der Physikatsbericht 1858 für das bayerische Landgericht Orb von Dr. Johann Michael Fuchs
1858 ordnete der Bayerische König Maximilian II. an, dass für jeden Landgerichtsbezirk (heute: Landkreis) der Landgerichts-Physikus (Kreisarzt) "binnen drei Jahren ... medicinisch-topographische und ethnographische Beschreibungen" zu erstellen hat. Für das Landgericht Orb wurde dieser Bericht von Dr. Johann Michael Fuchs gefertigt.
> 1. Auflage 2009, 93 Seiten, einige sw und farb. Abb.
(ISBN13: 978-3-927176-24-9)    Euro 9,80 
Reihe Sammlung zu Bad Orb's Geschichte und Kultur, Band 3

 Titel Haseneier

 

 

Oscar Haseneier:  Peter von Orb und Der Madstein.
Zwei Theaterstücke nach den gleichnamigen Orber Sagen
Um 1910 veröffentlichte der Rektor der Bad Orber Lateinschule Oscar Haseneier seine beiden, auf zwei Orbtal-Sagen fußenden Theaterstücke "Peter von Orb" und "Der Madstein".  Unsere Reprintausgabe (Fraktur-Schrift) enthält als leicht vergrößerter fotomechanischer Nachdruck nach den Ausgaben 1924 (Peter) bzw. 1909 (Madstein) die beiden Stücke - ergänzt um eine Lebensbeschreibung Oscar Haseneiers von Hubert Wald und den Versuch einer Chronologie der Aufführungen der beiden Stücke. Aufgenommen wurde auch der bereits 1980 im Bad Orber Anzeiger erschienene Artikel des Bad Orber Museumsleiters Robert Eckert, der einen Raubüberfall 1920 auf Oscar Haseneier schildert, der damals Pfarrer in Jossgrund-Oberndorf war.
> 1. Aufl. 07, ges. 148 S., einige sw u. farb. Abb., Paperback, (ISBN13: 978-3-927176-21-8)  Euro 9,80
Reihe Sammlung zu Bad Orb's Geschichte und Kultur, Band 2

Titel Völkchen im bunten Rock

Hermann Heim:  Völkchen im bunten Rock. Erinnerungen eines Meßdieners an kirchliches Leben an St. Martin in Bad Orb 1954-1962
Hermann Heim, der "aus Liebe zu seiner Heimatstadt und Verbundenheit zu St. Martin" seine Erinnerungen schrieb, hat sie mit vielen Details sowohl zum Orber Brauchtum wie auch zum Ritus vor den Reformen des Zweiten Vatikanischen Konzils angereichert. Er schildert z.B. wie damals ein Beerdigungszug mit dem von Pferden gezogenen Leichenwagen vom Trauerhaus zum Friedhof aussah, wie am Markustag im Frühling eine richtige Prozession ins benachbarte Aufenau wallfahrte. So ist über seine sehr persönlichen Memoiren hinaus ein Zeitbild über Bad Orb ent-standen - eben eine "Orbensie" mit hohem Erinnerungswert, wie es "damals" war.
> 1. Aufl. 2007, 147 Seiten, Paperback, zahlr. sw u. einige farb. Abb.,
(ISBN13: 978-3-927176-22-5),  Euro 9,80

Gregor Kraus Bildtitel

 

Dieter Mollenhauer (Hg.):  
Gregor Kraus. Ein Botaniker aus dem Spessart und seine Pflanzen
Ein Buch über einen in seinem Fachgebiet weltweit berühmten Sohn der Stadt Orb. Prof. Dr. Dieter Mollenhauer †, ehemaliger Leiter der Senckenbergischen Forschungsstation in der Bieberer Lochmühle, hat ein Buch über Leben, Werk und Bedeutung in der Wissenschaft des 1841 in Orb geborenen Botanik-Professors Gregor Kraus herausgegeben - mit einer selbstverfassten Schilderung von Kraus' Kindheit im alten Orb und dem Nachdruck seiner 1910 erschienenen Schrift "Die Pflanzen des Orbtals" sowie mit der Chronologie des Auffindens und Verschwindens der sog. Orber Wicke im Spessart von Klaus Hemm und einem Beitrag und Ausflugstipp zum von Gregor Kraus begründeten Naturschutzgebiet am Edelweiß bei Karlstadt von Hans Schönmann.
> 1. Aufl. 05, 111 S. u. 52 Reprint-S.,10 sw- u. 5 Farb.-Abb., Paperback, (ISBN10: 3-927176-20-6)  Euro 9,80
Reihe Sammlung zu Bad Orb's Geschichte und Kultur, Band 1

 

 

Richard Kleespies:  Moi Orb, Gedichte in Deutsch und 'Orwerich'
Gedichte für viele Anlässe - in Schriftdeutsch, zum Jahreslauf im Kalender der Menschen und der Natur, "uff Orwerich", also in Orber Mundart, und auch einige über Gelnhausen-Höchst.
Das Taschenbüchlein ist eine späte Hommage an den Bad Orber Heimatdichter Richard Kleespies, der es wie kein Zweiter verstand, die Mundart seiner Heimatstadt in Versen zu Papier und damit gleichermaßen zum Klingen zu bringen und zu konservieren.
Es enthält nochmals die beliebten Gedichte in Orber Platt aus der ersten Auflage von 1981 und weitere dazu. Es enthält aber auch eine Auswahl aus Richard Kleespies' vielfältigem Nachlass von hochdeutschen Gedichten, die zu fast jedem Ereignis und zu jeder Jahreszeit einst die Spalten der Heimatzeitungen bereicherten.
> 192 Seiten, 1 Foto des Verfassers, 2 Federzeichnungen von Jürgen Weber, Paperback, 1.Aufl.2004,
(ISBN10: 3-927176-19-2)  Euro 5,-

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Theodor Seidenfaden:  Der Zauberspiegel - Die Legende der Spessartstadt Orb
Ermattet rastet an einem Herbstabend des Jahres 1948 der aus russischer Gefangenschaft entflohene Kriegsheimkehrer Balthasar Konopka in der Markberghütte im Haseltal. Er hat es, von Mernes her über die Spessartberge kommend, nicht mehr geschafft, vorm Dunkelwerden nach Bad Orb zu kommen. Der ostpreußische Mühlenbauer hofft dort seine Frau und seine Familie wiederzufinden.
Da tritt "der Wanderer", der, wie die Sage behauptet, alle einhundert Jahre im Spessart erscheint einem Suchenden zu helfen, in die Hütte. In seinem Zauberspiegel lässt er Konopka in die Geschichte des vor ihm liegenden Städtchens schauen . . .
> Reprint 2. Aufl. nach der Ausgabe 1955 der Hessischen Lesebuchstiftung, 107 Seiten, Taschenbuch-Reihe "Orbensien Schmöker", Paperback, (ISBN10: 3-927176-18-4)   Euro 7,80

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Richard Zentgraf:  Bilder aus der Geschichte der Stadt Bad Orb und
                            Bad Orb im Spessartwald
Zwei Monografien von 1927 und 1928 in einem Reprint-Band 2004.
Der katholische Priester Richard Zentgraf, geb. 1874 in Eichenzell bei Fulda, war von 1914 bis 1929 Rektor der bischöflichen später städtischen Lateinschule (höhere Schule für Knaben, heute ist in dem Gebäude das Martin-Luther-Haus). Vorher war er als Kaplan Leiter der Privatlateinschule in Amöneburg. In seiner Berufung nach Bad Orb vom 27. März 1914 stand die Auflage "sich innerhalb kurzer Frist der Rektorenprüfung zu unterziehen". Diese dürfte ihm nicht schwergefallen sein, denn Richard Zentgraf war ein vielseitig und gründlich gebildeter Mann. Als Seelsorger, Wissenschaftler und Pädagoge sowie als Musiker war er 15 Jahre lang zum Wohle Bad Orbs und seiner Bürger tätig. Er arbeitete stets an seiner eigenen Vervollkommnung weiter und betrieb neben seiner Berufsarbeit Studien der Philosophie und der Musik. Er schrieb drei Bücher über Bad Orb und Umgebung. Als Militärgeistlicher betreute er den Truppenübungsplatz auf der Wegscheide, sein seelsorgerisches Wirken galt auch vielen Menschen in der Stadt sowie den Wiederbesiedlern nach dem ersten Weltkrieg in Villbach und Lettgenbrunn.
Zentgraf leitete seine Schule mit großem Engagement und der grundsätzlichen Bereitschaft zu Reformen. 1920 setzte er durch, dass neben dem humanistischen Zweig eine sogenannte Realabteilung eingerichtet wurde, damit Eltern und Schüler einen weiteren Weg der Ausbildung und späteren Berufswahl wählen konnten.
1929 trat er in den Ruhestand, den er bis zu seinem Tode am 7. Mai 1936 im Elternhaus in Eichenzell verbrachte. Die Stadtverordnetenversammlung ernannte Richard Zentgraf am 30. Januar 1929 wegen seiner Verdienste um die Stadt Bad Orb zum Ehrenbürger.
Neben den im hier vorgestellten Reprintband aufgenommenen Büchern verfasste er 1929 noch "Alt Orb und seine Kirche". Seine Werke waren wohl für die Gäste in der Badestadt gedacht, was auch die genannte hohe Auflage von zweitausend Stück erklärt. Exemplare sind heute trotzdem äußert selten.
Durch seinen erzählerischen Stil wie auch durch viele eigene und zitierte Gedichte und Lieder sind Zentgrafs Bücher eine kurzweilige Lektüre. Fast drei Jahrzehnte nach Johann Büttels Standardwerk von 1901 geschrieben, sind sie aber auch eine Fundgrube für alle diejenigen, die an der Orber Historie interessiert sind.
>Reprint Fraktur-Schrift, Reihe "orbensien rareprints". 158 u. 150 S., 1 Porträt-Foto, Paperback, 1.Aufl.2004,   (ISBN10: 3-927176-16-8)  Euro 16,80 

 

 

 

 

 

 

 

 

Johann Büttel: Geschichte der Stadt und Saline Orb
"... die große Vorliebe für meine Vaterstadt setzte mich in den Stand, in jahrelanger Arbeit das aufgefundene Quellenmaterial übersichtlich zu ordnen ...", so schreibt Johann Büttel in seinem Vorwort zur Erstauflage seines Geschichtsbuches über Bad Orb.
Das war 1901 - und obwohl mittlerweile weit über einhundert Jahre vergangen sind, hat der Büttel, wie sein Buch wie ein Standardwerk oft genannt wird, noch heute seine faktische Gültigkeit. Kleinere Fehler, die dem Autor seinerzeit unterliefen, wurden beim ersten Nachdruck 1978 in einem Nachwort zur Reprintausgabe von Robert Eckert, dem Leiter des städtischen Heimatmuseums, geradegerückt. Diese, seinerzeit in blauen Karton gebundene, Ausgabe ist bereits seit langem wieder vergriffen und wurde vor allem immer dann gesucht, wenn in der Schule die Orber Sagen behandelt werden.
Der Verlag hat von seinem Nachdruck von 1978 nochmals unverändert nachgedruckt. "Vom Nachdruck nachdrucken" beschreibt dabei den technischen Weg: Die jetzige Auflage wurde im Digitaldruck, in dem auch kleinste Auflagen möglich sind, hergestellt und in die Nachdruckreihe "orbensien rareprints" aufgenommen.
Büttels Werk ist eine übersichtliche und umfassende Beschreibung der Stadt durch die Jahrhunderte - bis zu den großen Veränderungen 1900 hin zu Bad Orb. Es enthält viele Urkun-denauszüge über Orb sowie den gesamten Orber Sagenschatz. Es ist interessant und lebendig geschrieben, und, trotz Fraktur-schrift, auch heute noch mit Vergnügen zu lesen.
Johann Büttel (1831-1910) stammte aus Orb, er war königlich bayerischer Bezirkstierarzt. Als Pensionär in Würzburg schrieb er sein Heimatbuch. Sein Grab befindet sich auf dem Bad Orber Friedhof.
> Reprint der Ausgabe Würzburg 1901, mit den Verbesserungen zur Reprintausgabe 1978, 3. Aufl. 2003, jetzt in Reihe "orbensien rareprints". VII u. 155 Seiten, Paperback, Fraktur-Schrift, (ISBN10: 3-927176-15-X) Euro 9,80

 

 

 

 

Bad Orber Weihnachtsbüchlein - Brauchtum und Erinnerungen vom Martinstag bis Dreikönig
von Edmund Acker, mit Gedichten von Richard Kleespies und einer Erzählung von Ulrich Freund.
. . . Bobbereiter, Barbarazweige, ein Heubündel zu Heiligabend rauslegen, Johanniswein und "Koanzküchelchen" - in vielen Familien in der Spessartkurstadt sind alte Orber Bräuche zur Weihnachtszeit noch lebendig. Das kleine Büchlein des auf Bad Orber Themen spezialisierten Orbensien-Hobbyverlags will daran erinnern.
Bräuche vom Martinstag bis Dreikönig werden beschrieben, viele weihnachtliche Bilder gezeigt, dazu besinnliche Gedichte aus dem reichen Nachlass des unvergessenen Orber Heimatdichters Richard Kleespies, die Weihnachtsgeschichte "uff Orwerrisch" und eine fantastische Herbergssuche im kurmainzischen Orb von Ulrich Freund - das Büchlein lädt Alt- und Neu-Orber gleichermaßen zu Geschichten und Gedichten ein.
> 48 Seiten, zahlreiche farbige Fotos u. Abb., Hardcover, 1.Aufl.2000 (ISBN10: 3-927176-13-3)  Euro 9,95

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Franz Nikolaus Wolf:  Das Landgericht Orb, seine Saline und Umgebungen - 1824
Das früheste gedruckte Zeugnis in Buchform über die Stadt Orb und ihre nähere Umgebung im Kinzigtal und Nordspessart. Topographische und statistische Beschreibung des Landgerichts (= bayer.Verwaltungsbezirk) mit besonderer Erwähnung von Villbach, Lettgenbrunn, Wirtheim, Kassel, Höchst, Aufenau, Neudorf, Hausen und (außerhalb des Landgerichts) von Wächtersbach, Salmünster, Soden und Bieber. Mit dem Text des "Kirchenrezeß von Aufenau von 1683" und der "Verhältnisse" der Saline zu Orb.
> Reprint, VIII + 236 Seiten, Paperback, Fraktur-Schrift,  Euro 12,--

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Dr. N. Albert:  Die Soolbad-Anstalt in Orb - 1838
Dr. Karl Ludwig Singer:  Orb und seine Heilquelle - 1840
Die beiden ersten Bücher über den Beginn von "Bad" Orb in einem Reprintband. Dr. Albert, der erste Badearzt, beschreibt Wirkung und Gebrauch der Sole und erste spektakuläre Heilerfolge. - Dr. Singer aus Amorbach verfasste sein Buch aus Dankbarkeit über die Heilung seiner Tochter durch die Orber Quelle.

>Reprint, VIII + 47 und VIII + 96 Seiten, Paperbak, Fraktur-Schrift,  Euro 12,-

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Leo Weismantel:  Der Richter von Orb - Erzählung
Leo Weismantel, der viele seiner Romane und Erzählungen im Land zwischen Spessart und Rhön angesiedelt hat, setzte mit dem "Richter von Orb", einer "romantischen Meisternovelle um einen eigenartigen Verbrecher aus verlorener Ehre" unserer Stadt und ihrer Landschaft das vieleicht einzige literarische Denkmal von Rang. Aus seiner Feder stammt auch "Die Orber Ballade", die 1959 zur Neunhundertjahrfeier Orbs aufgeführt wurde.
>Reprint, 121 Seiten, Paperback, Fraktur-Schrift,  Euro 4,-

 

 

 

 

Heinrich Schweitzer: Johann Christin, der Richter von Orb
Romantisches Schauspiel, frei nach Weismantels Erzählung "Der Richter von Orb".
Das fünfte Theaterstück über Bad Orb (nach Haseneiers "Peter von Orb" und "Madstein", Weismantels "Orber Ballade" und der noch unveröffentlichten "Orber Revue" von Arno Reinfrank) hat Heinrich Schweitzer unter dem Titel "Johann Christin, der Richter von Orb" vor-gelegt. Es folgt, allerdings frei interpretiert, in seiner Handlung der bekannten, 1927 bei Herder in Freiburg erschienenen Erzählung von Leo Weismantel. Heinrich Schweitzer war seit frühester Jugend ein begeisterter Theaterspieler. Er war es, dem es mit anderen gelang, im Jahre 1999 vor allem jüngere Theaterbegeisterte für die Wiederaufführung des Orber Lieblingsstückes "Peter von Orb" zu begeistern. Aus diesen Anfängen entwickelten sich die sommerlichen Holzhoffestspiele. In seinem "romantischen Schauspiel" lässt Heinrich Schweitzer die Figuren Leo Weismantels, die des Johann Christin und seines Gegenspielers Friedrich Kern, eines eigenartigen Verbrechers aus verlorener Ehre, sich zum zweiten Male auf ihren Lebenswegen kreuzen, bis hin zur Schlussszene, in der der grausame Richter Christin von einem höheren Richter gerichtet wird.
> 73 S., strapazierfähige Fadenheftung-Broschur, (ISBN10: 3-927176-14-1)   Euro 7,-

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vergriffen

Hans Walter Schmidt-Polex:  Unser Orber Revier, Erinnerungen an ein Jägerparadies
Fast 60 Jahre, von 1861 bis 1919, hatten die (wie die Orber sie nannten ) "Frankfurter Jagdherren" den Orber Stadtwald als Jagdrevier gepachtet. Klangvolle Namen gehörten zu dem Kreis, aus dem auch die Investoren kamen, die 1899 die Saline kauften, abrissen und mit dem Bau von Kurhaus-Hotel, Badehaus und Kurpark die Voraussetzungen für das Aufblühen des Heilbades schufen. So ist das Büchlein nicht nur eine, 1924 als Privatdruck erschienene, persönliche "Erinnerung", sondern auch eine Orbensie von geschichtlichem Wert, eine Francofurtensie und ein Leckerbissen für den Jagdliebhaber.
> Reprint, 80 Seiten, mit 10 sw-Bildtafeln und einer Revierkarte, geheftet, Fraktur-Schrift,  vergriffen

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 vergriffen

Werner Schulze-Seeger:  Orb - 1300 Jahre Sole und Salz, Schicksale einer Stadt und ihrer Menschen im Spiegel zeitgenössischer Dokumente
Werner Schulze Seeger legte, nach seinem erstes Buch "Von der Salzstadt zum Heilbad" (vergriffen), hier ein weiteres heimatkundliches Werk vor. Was ist das Besondere? In mehrjähriger Arbeit gelang es dem Autor, in verschiedenen Archiven zahlreiche, bisher unbekannte Dokumente zu finden. Durch deren Auswertung konnten die Geschicke der Stadt Orb und ihrer wichtigen Saline in neuer Gründlichkeit geschildert werden. Im Mittelpunkt dieses Bandes stehen die Schicksale der Orber Bevölkerung während der vergangenen Jahrhunderte. Alle wichtigen Ereignisse werden durch die Zitate aus den zeitgenössischen Berichten für den Leser lebendig. Solche, der Wirklichkeit nahe Beschreibung der einstigen sozialen und wirtschaftlichen Lebensverhältnisse der Orber Frauen und Männer fehlte bisher in der Ortsliteratur. Man spürt, daß der Autor mit dem Herzen Anteil nimmt an der wechselvollen Geschichte seiner geliebten Wahlheimat.
> VIII + 241 Seiten, zahlreiche Abbildungen, Karten und Fotos, Hardcover,
(ehem. ISBN10: 3-927176-04-4)   vergriffen

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Werner Mühl:  St. Martin und St. Michael - Ein Führer durch die beiden katholischen Kirchen von Bad Orb
In der Broschüre wird die Kirche St. Martin geschildert, die, um 1350 erbaut, in der Weihnachtsnacht 1983 durch einen Brand vollständig zerstört und bis 1985 wieder aufgebaut wurde. Beschrieben wird die heutige Einrichtung, immer wieder mit Rückblenden auf die vorherigen Standorte oder auf Vorgänger der Kunstwerke. Die Innengestaltung der zugleich 600 Jahre alten und 20 Jahre jungen Kirche mit ihrer "Re-Gotisierung" nach dem Wiederaufbau durch den bekannten Dombaumeister Schädel und mit ihrer Komposition von erhalten gebliebenen, rekonstruierten, neu geschaffenen und übernommenen Kunstwerken macht den besonderen Reiz für den Besucher der Kirche aus. Dabei ist in den Beschreibungen gleichermaßen an den kunsthistorisch interessierten Leser wie an den Besucher von "Gottes' Haus" gedacht. - Ein weiteres Kapitel ist der 1964 erbauten Kirche St. Michael gewidmet. - Fast alle Kunstwerke sind als Fotos abgebildet, die meisten in Farbe. Grundrisspläne vervollständigen die Übersicht. Beide Kirchen kann man so getrost "mit nach Hause nehmen..", z.B. um die Teilnahme an einer Führung oder seinen Besuch in St. Martin nochmals nachzuvollziehen und zu vertiefen.
> 51 S., zahlr. überw. farbige Fotos, geheftet, (ISBN10: 3-927176-02-8)   Euro 3,50