Katalog Bücher: Spessart

 Titelbild Salzschwärzer

Josef Paul:  Die Salzschwärzer von Alsberg - Ein Roman aus dem Spessartwinkel
Welches Dorf mit gerade mal 180 Einwohnern kann schon einen eigenen Roman vorweisen? Alsberg kann es. Josef Paul, mehr als 25 Jahre dort als Lehrer tätig, hat "seinem" Bergdörfchen auf dem Spessartbalkon eine literarische Liebeserklärung hinterlassen.
Die Handlung spielt in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, als Bayern bis ins Kinzigtal reichte und mit Kurhessen eine lange Grenze hatte. Alsberger Burschen suchen Nervenkitzel und Gewinn mit dem Salzschwärzen, dem Schmuggeln des in der Orber Saline gesiedeten Salzes.
Auch das Amerikafieber hat die Jugend gepackt. Nur die Auswanderung bot vielen damals eine Perspektive.
Eingewebt in die Geschichte über Seppl den Schmuggler und seine Liebste, die Sef, werden anschaulich die harte bäuerliche Arbeit und das Leben und die Bräuche im Dorf geschildert - als eine heile Welt, die sie damals schon nicht mehr war.
> 187 Seiten, mit einem Nachwort über den Verfasser, seinem Porträtfoto und einer Zeichnung von seiner Hand. Taschenbuch-Reihe "Orbensien Schmöker", Paperback (ehem. ISBN13: 978-3-927176-31-7)  vergriffen

Kampf im Spessart2.jpg (18547 Byte)

 

Levin Schücking:  Der Kampf im Spessart - Eine Erzählung aus dem Jahre 1796
An der Landstraße über den Pollasch im Zentralspessart steht ein Gedenkstein mit der Inschrift: "1796 hat an dieser Stelle der Kurmainzische Oberförster Heinrich Sternheimer in Heigenbrücken und seinem treuen Helfer Jakob vier Franzosen und einen Offizier erschossen, welcher mit seiner Abteilung das ganze Dorf ausgeplündert hatten und ihnen ihre Beute auf dem Marsche nach Aschaffenburg abjagte". - Das Vorkommnis könnte die Vorlage zu unserer Erzählung von Levin Schücking geliefert haben: Hier führt der Revierförster Wilderich Buchrodt aufständische Bauern wider die durch den Spessart zurückflutenden Franzosen an - nach der verlorenen Schlacht gegen die Österreicher, im Herbst 1796 bei Würzburg.Und am Schluss, nach der Befreiung Frankfurts, "kriegt" Wilderich auch seine Benedicte, mit der ihn das Schicksal in den Kriegswirren zusammenführte.
> 215 Seiten, mit einem Anhang (mit einem Porträt und einer Lebensbeschreibung Levin Schückings, einem geschichtlichen Hintergrund zu den Ereignissen 1796 und einem Foto des Gedenksteins auf dem Pollasch), Taschenbuch-Reihe "Orbensien Schmöker", Paperback, (ISBN10: 3-927176-07-9)   Euro 8,60

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Rudolf Virchow:  Die Noth im SpessartEine medicinisch-geographisch-historische Skizze
Der berühmte Arzt Rudolf Virchow bereiste im Februar 1852 den Spessart. Im Auftrage des bayerischen Innenministeriums sollte er "die von Hungernoth bedrängten Gegenden ... besuchen und den durch traurige Gerüchte als gefährdet dargestellten Gesundheitszustand der Bewohner erforschen".
Virchow war damals Professor für Pathologische Anatomie an der Universität Würzburg.
Dass gerade er beauftragt wurde (vom gleichen Ministerium, das 1849 bei seiner Berufung nach Würzburg ihm noch auferlegte sich hier jeglicher politischer Betätigung zu enthalten) hatte einen besonderen Grund: Vier Jahre vorher, 1848, war er bereits in ähnlicher Mission im Auftrage des preußischen Medicinalministeriums in Oberschlesien, um dort die "Hungerpest" zu studieren. Virchow, der als Begründer der "Cellular-Pathologie" in die Medizingeschichte einging, befasste sich nebenbei immer mit den Ursachen von sozialen Missständen für die Volksgesundheit.

Virchow zeichnet ein genaues Bild über die damaligen Lebensbedingungen der Spessartbewohner. Sein immer gerne zu Zitaten genutzter Bericht liegt jetzt wieder als Reprint vor. Neben seinem historischen Wert durch das erhobene statistische Material ist er zugleich ein interessantes Sittengemälde der damaligen Zeit.
> Reprint nach der Ausgabe 1852, mit einem Vorwort zur Reprintausgabe von Hanspeter Goldschmidt und einem Porträt Virchows, 6 u. 56 Orig.-Seiten, strapazierfähige fadengeheftete Broschur, Reihe "orbensien rareprints", (ISBN10: 3-927176-08-7)   Euro 7,60